über Narkose

Liebe Eltern,

unter Umständen ist es notwendig, die Zähne Ihres Kindes in Narkose – der sogenannten Allgemeinanästhesie - durchzuführen. Die Gründe haben wir bereits persönlich mit Ihnen ausführlich besprochen. Die Behandlung Ihres Kindes in Narkose wird  - zur Sicherheit Ihres Kindes - nicht in unserer Praxis sondern im Krankenhaus Rotthalmünster oder im Klinikum Passau durchgeführt. 

Die Narkosevorgespräche finden in der entsprechenden Klinik ca. 1 Woche vor dem OP Termin statt. Sollte ihr Kind regelmäßig Medikamente einnehmen, klären Sie bitte in diesem Gespräch die Einnahme für den Narkosetag ab.

Gehen Sie bitte ein bis zwei Wochen vor dem Narkosetermin mit Ihrem Kind zum Kinderarzt und lassen Sie die Narkosevoruntersuchung durchführen und eine Bestätigung über die Narkosefähigkeit des Kindes ausstellen (muss zum Narkosevorgespräch mitgenommen werden!).
Die letzte Schutzimpfung sollte mindestens 14 Tage zurückliegen. Zum Zeitpunkt der Operation darf das Kind keinen fieberhaften Infekt, keine Viruserkrankung oder starken Husten haben. Sollte Ihr Kind erkranken, rufen Sie uns bitte an, sodass wir einen neuen Termin mit Ihnen vereinbaren können.

Vor der Behandlung:
Zur Sicherheit Ihres Kindes ist es ganz wichtig, dass es sechs Stunden vorher nichts isst und nichts trinkt.
Lassen Sie Ihr Kind morgens nicht noch in den Kindergarten oder in die Schule gehen, damit es nicht unkontrolliert oder aus Versehen etwas zu sich nimmt.
Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind am Narkosetag ganztägig von einem Erwachsenen betreut wird. Beruhigungsmittel oder Schlafmittel sollten Sie Ihrem Kind in den nächsten 24 Stunden nicht verabreichen.

Vor der Operation bekommt Ihr Kind gegebenenfalls einen Beruhigungssaft zu trinken, damit ihm die kurze Trennung von Ihnen nicht zu schwer fällt. Für manche Kinder ist es tröstlich ein Lieblingsspielzeug oder Kuscheltier dabeizuhaben.

Nach der Behandlung: 

Lassen Sie Ihr Kind nach der Narkose unter Ihrer Obhut ausschlafen, bis es vom Narkosearzt entlassen werden kann. Dies ist in der Regel nach etwa zwei Stunden der Fall. Bis Ihr Kind ausreichend wach ist, hat es zu seiner Sicherheit den venösen Zugang noch gelegt, der dann von der Schwester entfernt wird. Vor der Entlassung sollte Ihr Kind etwas getrunken und / oder gegessen haben.
Für die Heimfahrt ist eine zweite Person erforderlich. Es kommt manchmal vor, dass die Kinder plötzlich brechen müssen.
Wir rufen Sie am Abend des Narkosetermins und gegebenenfalls am darauffolgenden Tag an, um uns nach dem Befinden Ihres Kindes zu erkundigen.

Normalerweise haben die Kinder nach der Behandlung keine Schmerzen, auch wenn Zähne gezogen werden mussten. Sie haben ein Zäpfchen bekommen, dass über die ersten Unannehmlichkeiten (Halsweh, Zahnfleisch bzw. Mund tut weh) hinweghilft.
Wenn trotzdem Beschwerden auftreten und Ihr Kind abends nicht einschlafen kann, können Sie noch ein Zäpfchen geben. Nach Zahnentfernungen sollte Ihr Kind 1bis 2 Tage keine Milchprodukte zu sich nehmen. Sollte Ihr Kind nach einer Zahnextraktion noch längere Zeit stärker bluten oder sollte Ihr Kind Fieber bekommen, so wenden Sie sich bitte an die entsprechende Klinik oder an den zahnärztlichen Notdienst.

Zu Hause bitte Ihr Kind bis zum nächsten Tag nicht unbeaufsichtigt lassen. Es sollte ruhen, bzw. ruhige Spiele spielen, keinesfalls toben, radeln, klettern oder dergleichen. Sollte Ihr Kind an diesem Tag noch nichts essen wollen, sollten Sie nur auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, besonders, wenn es gebrochen hat. Versuchen Sie es mit leichter Kost (Süppchen, Kartoffelbrei, usw.).

Damit eine erneute Infektion mit Bakterien vermieden werden kann, sollten Sie nach der Behandlung die Zahnbürste Ihres Kindes durch eine neue ersetzen. In besonderen Fällen ist es ratsam eine Kur mit Chlorhexamed- Gel durchzuführen (bakterienreduzierend und entzündungshemmend – nach entsprechender Anweisung durch uns!).

Putzen Sie Ihrem Kind mindestens bis zum vollendetem sechsten Lebensjahr 2 x täglich die Zähne, denn kleinere Kinder sind noch nicht in der Lage, die Putztechnik richtig auszuführen. Verwenden Sie hierfür eine altersentsprechende fluoridhaltige Zahnpasta. Sollte Ihr Kind zum Zeitpunkt der Sanierung noch aus der Flasche oder aus dem Trinkbecher trinken, sollte dies auf jeden Fall nach der Sanierung unterlassen werden.

Geben Sie Ihrem Kind nicht den ganzen Tag über immer wieder eine Kleinigkeit Süßes. Besser ist es für die Zähne Ihres Kindes, wenn es einmal etwas mehr bekommt und anschließend die Zähne gereinigt werden. Es gibt mittlerweile schon eine große Auswahl an zahnfreundlichen Süßigkeiten. Diese erkennt man an einem rot/weißen Zahnmännchen.
Achten Sie darauf, was Sie Ihrem Kind zu trinken geben. Mineralwasser und ungesüßte Tees sind zu bevorzugen, zu Not noch verdünnte Fruchtsäfte  - Spezi, Cola, Limo oder Eistee sollten jedoch verboten werden.

Kommen Sie mit Ihrem Kind alle 3 Monate zur Kontrolle in unsere Praxis, damit wir die Zähne untersuchen und reinigen können.

Ihr Praxisteam


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