Prophylaxe Speicheltests

Die Bestimmung des individuellen Kariesrisikos geschieht über Speicheltests.
Dabei wird zuerst die Speichelfließrate durch Kauen eines Paraffinstückchens und Sammeln der angefallenen Speichelmenge über einen Zeitraum von drei Minuten bestimmt. Daraus lässt sich dann über eine PH-Wert Messung die Pufferkapazität des Speichels bestimmen.
Damit ist die Fähigkeit gemeint, einen Säureangriff auf die Zähne, wie er nach jedem Essen stattfindet, abzuwehren.
Danach werden Nährböden mit der Speichelprobe benetzt und für 48 Stunden bei 37°C in einem Brutschrank inkubiert. Anschließend wird die Bakterienzahl der hauptverursachenden Karieserreger von den Nährböden abgelesen.
Wenige Bakterien auf den Nährböden, kombiniert mit einer hohen Speichelfließrate und Pufferkapazität lassen auf ein niedriges individuelles Kariesrisiko schließen. Viele Bakterien mit einer geringen Speichelmenge und einer niedrigen Pufferkapazität bergen ein hohes Risiko, an Karies zu erkranken.
Ist man sich jedoch dieses erhöhten Kariesrisikos bewusst, so kann gezielt durch ein individuelles und sehr intensives Prophylaxeprogramm gegen die Kariesentstehung vorgegangen werden.
Empfehlenswert ist ein solcher Speicheltest grundsätzlich allen prophylaxewilligen Patienten. Vor allem aber dient er werdenden Eltern dazu, ihr Kind vor der Infektionskrankheit Karies zu schützen.
Allerdings wird dieser Test trotz all seiner Vorteile nicht von den Krankenkassen übernommen. 

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