Kinderzahnmedizin
Wenn Kinder von Beginn an einen positiven Kontakt zu einem Zahnarzt aufbauen, wird dies auch die zukünftige Einstellung zu Zahnpflege und Zahnmedizin grundlegend beeinflussen.
Denn Kinder sind von Natur aus offen für neue Erfahrungen. Unser Ziel ist es, diese Neugier und natürliche Kooperationsbereitschaft zu erhalten und weiter zu fördern.
Kinder sollen entspannt und angstfrei zum Zahnarzt gehen.
Wichtig dabei ist, die kleinen Patienten kindgerecht und spielerisch an die zahnärztliche Behandlung heranzuführen. Deshalb haben wir Ausstattung und Einrichtung unserer Praxis an dieses Ziel angepasst.
Zudem sind alle Mitarbeiter besonders psychologisch geschult und werden konsequent, beispielsweise in modernen Hypnosetechniken, weitergebildet. Darüber hinaus bieten wir Kinderbehandlung mit Lachgas und in Narkose an.
Der erste Zahnarzttermin
Ein kleiner Ratgeber für Eltern
Wir möchten Ihnen einige Tipps geben, wie Sie Ihr Kind zu Hause auf einen Zahnarztbesuch vorbereiten können. Es ist durchaus möglich, dass Ihnen manche davon etwas ungewöhnlich erscheinen; seien Sie sich bitte sicher, dass sich das von uns empfohlene Verhalten in vielen tausend Kinderbehandlungen bewährt hat.
Mit dem Mund kann man soviel machen! Lachen, lächeln, sprechen, die Lippen zusammen pressen, singen, pfeifen, küssen und essen! Ihr Kind sollte wissen, dass es einen Mund und Zähne darin hat, und dass es ganz normal ist, sich mit diesem Bereich zu beschäftigen und ihn anderen Menschen zugänglich zu machen.
Wecken Sie die Neugierde Ihres Kindes auf das kommende Erlebnis „Zahnarztbesuch“. In vielen Praxen dürfen die Kinder selber Zahnarzt spielen und Stofftiere – oder das eigene Kuscheltier – untersuchen.
Gestalten Sie den Tag des Zahnarztbesuches frei von Belastungen und sorgen Sie dafür, dass Sie und Ihr Kind ausgeruht sind.
Wenn Sie schon einmal schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht haben, sollten Sie vor Ihrem Kind nicht darüber sprechen.
Vermeiden Sie beruhigend gemeinte Formulierungen wie „Du brauchst keine Angst zu haben, es tut bestimmt nicht weh.“ – Ihr Kind hört nur „..Angst haben, es tut weh.“, denn das Unterbewusstsein kennt keine Verneinung. Falls Ihr Kind fragt, ob eine Zahnbehandlung weh tut, ist es viel geschickter zu antworten, dass die meisten Kinder sagen, es würde kitzeln.
Trotz aller Vorbereitungen ist ein Zahnarztbesuch für Ihr Kind neu und ungewohnt. Deshalb ist es ratsam, wenn das Behandlungsteam schrittweise vorgeht, um Ihr Kind behutsam in die Behandlungssituation einzuführen.
Haben Sie bitte Geduld, auch wenn sich eine Behandlung einmal über mehrere Sitzungen erstrecken sollte.
Versprechen Sie bitte keine Belohnungsgeschenke!
Gerade Dinge, die sich Ihr Kind möglicherweise sehr wünscht, setzen es bei der Behandlung zu stark unter Druck und erschweren für das Team die Zusammenarbeit.
Je weniger Aufhebens Sie von der Angelegenheit machen, desto besser.
Selbstverständlich ist Ihre Anwesenheit im Behandlungszimmer willkommen. Bitte aber bleiben Sie eher im Hintergrund und überlassen Sie dem zahnärztlichen Team die Führung Ihres Kindes. Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnarzt ist eine Erfolg versprechende und angenehme Behandlung möglich.
Es kann auch sein, dass ein Kind sich zu sehr auf die Eltern fixiert, wenn sie im Zimmer anwesend sind. Dadurch gestaltet sich die Kontaktaufnahme für das zahnärztliche Team sehr viel schwieriger. In solchen Fällen ist es besser, die Kinder alleine in das Behandlungszimmer gehen zu lassen.
Ab dem Alter von circa 4 Jahren gehen Kinder auch alleine in den Kindergarten. Ihr Kind wird daran wachsen, wenn es auch den Zahnarztbesuch alleine meistern darf.
Zahnputzschule
Liebe Eltern
Wenn Sie Ihrem Kind das Zähneputzen beibringen wollen, sollten Sie frühzeitig damit anfangen. Sie können dadurch das Bewusstsein für eine eigenverantwortliche Mundhygiene wecken und den Grundstein für eine lebenslange Zahngesundheit legen.
Zähneputzen mag Ihnen einfach erscheinen, für Ihr Kind stellt es jedoch eine bemerkenswerte feinmotorische Leistung dar. Erst durch ständiges Üben der richtigen Bewegungsabläufe wird dieser Vorgang nach und nach automatisiert und dadurch selbstverständlich.
Wichtig ist, dass die Fertigkeit des Zähneputzens dem Kind in einer bewussten Spiel- und Lernphase (Kindergartenalter) vermittelt wird, deshalb ist es notwendig, dass zumindest einmal am Tag mit der Handzahnbürste die richtigen Putzbewegungen trainiert werden.
Die elektrische Zahnbürste ist gut geeignet, um das Putzen für die Kinder interessant zu machen und für die Eltern, um ihnen das Nachputzen zu erleichtern. Es wäre schön, wenn Sie sich einmal am Tag die Zeit nehmen können, um mit Ihrem Kind das Zähneputzen zu üben, am besten Abends und in Ruhe.
Man muss wissen, dass Kinder in bestimmten Altersabschnitten nur bestimmte Bewegungen kontrolliert ausführen können. So sind die meisten Kinder erst im späteren Kindergartenalter in der Lage, die kleinen Kreise oder Bälle auf die Zahnaußenflächen zu malen. Deswegen sollten Sie ab dem Zahndurchbruch bis zum Alter von etwa 3 Jahren Ihrem Kind die Zähne putzen, ab dann mit Ihrem Kind gemeinsam. Etwa ab der zweiten Klasse, wenn Ihr Kind flüssig schreiben kann, bis zum Schulalter sollte Ihr Kind dann auch alleine seine Zähne systematisch pflegen können. Ganz wichtig ist, dass Sie und Ihr Kind sich in dieser Zeit die Arbeit „teilen“, wenn Sie nur Nachputzen hat Ihr Kind das Gefühl, es hätte sowieso keinen Zweck sich Mühe zu geben, oder das was es leistet wäre nicht gut.
Früherkennungsuntersuchung
Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen jetzt im Gelben Heft dokumentiert
Ein wichtiger Schritt für die Prävention im Kindesalter
Das sogenannte „Gelbe Heft“ gehört seit Jahrzehnten selbstverständlich zur medizinischen Vorsorge im Kindesalter. Bereits kurz nach der Geburt erhalten Eltern das Kinderuntersuchungsheft, in dem alle ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen von der U1 bis zur U9 dokumentiert werden. Das Gelbe Heft dient dabei nicht nur als Dokumentation, sondern auch als wichtige Erinnerungshilfe und Kommunikationsgrundlage zwischen Eltern, Kinderärzten und weiteren Gesundheitsberufen. Entsprechend hoch ist die Teilnahmequote an den ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen.
Seit dem 1. Januar 2026 umfasst das Gelbe Heft nun auch die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen. Damit wurde ein bedeutender Schritt zur weiteren Verbesserung der kindlichen Mundgesundheit geschaffen. Die Ergebnisse der sechs zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen werden seitdem verbindlich im Gelben Heft dokumentiert.
Z1 bis Z6 – Zahnärztliche Vorsorge von Anfang an
Die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen begleiten Kinder vom Durchbruch der ersten Milchzähne bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr. Sie wurden einheitlich als Z1 bis Z6 bezeichnet und zeitlich klar gegliedert:
- Z1: 06.–09. Lebensmonat
- Z2: 10.–20. Lebensmonat
- Z3: 21.–33. Lebensmonat
- Z4: 34.–48. Lebensmonat
- Z5: 49.–60. Lebensmonat
- Z6: 61.–72. Lebensmonat
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle sechs Untersuchungen.
Ziel der Früherkennungsuntersuchungen ist es, Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen möglichst früh zu erkennen und ihre Entstehung zu verhindern. Gleichzeitig sollen Kinder spielerisch und angstfrei an den Zahnarztbesuch gewöhnt werden. Positive Erfahrungen im frühen Kindesalter bilden häufig die Grundlage für ein lebenslang gutes Vorsorgeverhalten.
Frühkindliche Karies vermeiden
Die zahnärztliche Prävention im Kleinkindalter ist von besonderer Bedeutung. Gerade frühkindliche Karies zählt weiterhin zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zwar insgesamt eine deutliche Verbesserung der Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen, gleichzeitig konzentriert sich die Hauptlast der Karieserkrankungen jedoch weiterhin auf einen kleineren Teil der Kinder.
Besonders problematisch ist dabei, dass die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen bislang deutlich seltener wahrgenommen wurden als die ärztlichen U-Untersuchungen. Vor allem die frühen Vorsorgetermine für Kinder unter drei Jahren wurden in vielen Fällen nicht genutzt – obwohl gerade in diesem Alter die entscheidenden Grundlagen für eine lebenslange Zahn- und Mundgesundheit gelegt werden.
Beratung, Aufklärung und frühzeitige Diagnose
Im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen kontrolliert der Zahnarzt nicht nur die Zähne des Kindes, sondern beurteilt auch die Entwicklung von Mund und Kiefer. Zudem erhalten Eltern individuelle Beratung zur Mundhygiene, Fluoridanwendung, zahngesunder Ernährung sowie zum richtigen Umgang mit Schnuller, Trinkflasche oder anderen Gewohnheiten.
Das individuelle Kariesrisiko kann dabei unter anderem mithilfe des sogenannten dmft-Indexes beurteilt werden:
- d = decayed (kariöse bzw. zerstörte Zähne)
- m = missing (fehlende Zähne)
- f = filled (gefüllte Zähne)
- t = teeth (Zähne)
Darüber hinaus können bereits früh Zahn- und Kieferentwicklungsstörungen erkannt werden. Dazu gehören beispielsweise offene Bisse, Fehlstellungen, Mundatmung oder schädliche Angewohnheiten wie Daumenlutschen oder Lippensaugen. Auch Zungenfehlfunktionen oder Sprachauffälligkeiten wie das Zwischenzahnlispeln lassen sich frühzeitig feststellen. Falls erforderlich, kann eine Überweisung zum Kieferorthopäden, Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Logopäden erfolgen.
Mehr Sichtbarkeit durch das Gelbe Heft
Die Aufnahme der zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen in das Gelbe Heft soll die Wahrnehmung der Vorsorgetermine deutlich verbessern. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit zwischen Kinderärzten und Zahnärzten weiter gestärkt. Die Termine der ärztlichen und zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen werden nun gemeinsam dargestellt und dokumentiert.
Auch die bereits bestehenden Kinderzahnpässe vieler Zahnärztekammern und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen behalten weiterhin ihre Bedeutung und können ergänzend genutzt werden.
Prävention gemeinsam stärken
Mit der verbindlichen Dokumentation der Z1- bis Z6-Untersuchungen wurde ein wichtiger Meilenstein für die zahnärztliche Prävention geschaffen. Ziel bleibt es, die Inanspruchnahme der zahnärztlichen Früherkennung ebenso selbstverständlich werden zu lassen wie die Teilnahme an den ärztlichen U-Untersuchungen.
Eine erfolgreiche Prävention kann nur gelingen, wenn Eltern, Zahnärzte, Kinderärzte, Hebammen und weitere beteiligte Berufsgruppen eng zusammenarbeiten. Je früher Kinder an eine gute Mundhygiene und regelmäßige Vorsorge herangeführt werden, desto größer ist die Chance auf gesunde Zähne bis ins Erwachsenenalter.
Zähneknirschen
Nächtlicher Bruxismus
Nächtlicher Bruxismus (Knirschen) beginnt häufig mit dem Durchbruch der ersten Zähne. Ungefähr 20 % der Kinder knirschen und ca. 8 % der Jugendlichen bzw. Erwachsenen. Faktoren die zu Bruxismus führen werden sehr kontrovers diskutiert.
Wenn Sie entdecken, dass Ihr Kind knirscht, ist ein Besuch beim Kinderzahnarzt empfehlenswert. Der Kinderzahnarzt wird die Zähne Ihres Kindes auf Schmelzschäden durch das Zähneknirschen und auf kieferorthopädische Probleme der Zähne untersuchen, er wird auf ungewöhnliche Abnützung der Zähne, auf Risse in der Zahnhartsubstanz, Empfindlichkeit und eventuelle psychologischen Faktoren, die zum Knirscherverhalten beitragen könnten, achten.
Der Kinderzahnarzt kann dann einen angemessenen Behandlungsplan für Ihr Kind erstellen, der z.B. bei Gefährdung von bleibenden Zähnen (meistens Kinder über 12 Jahren) eine Schutzschiene für nachts beinhalten kann. Ähnlich wie ein Mundschutz, der von Sportlern getragen wird, wird eine nächtliche Schutzschiene in Fällen eingesetzt, wenn die Zähne der Kinder durch das Knirschen beschädigt werden oder wenn dadurch Gesichts- oder Kieferschmerzen auftreten. Die Schienen werden individuell gefertigt und während des Schlafens getragen.
Auch Sie können Ihrem Kind helfen, das Zähneknirschen zu beenden, indem Sie folgendes tun:
Reden Sie mit Ihrem Kind über Dinge, die in ihm Stress auslösen können, wie zum Beispiel familiäre oder schulische Probleme. Bauen Sie vor dem Schlafen gehen möglichen Stress ab, indem Sie beruhigende Musik spielen oder Ihrem Kind aus seinem Lieblingsbuch vorlesen. Und noch ein gutes zu letzt: Die meisten Kinder hören mit dem Knirschen im jugendlichen Alter auf.
Zahnunfall
Durch Sturz oder Schlag brechen Teile der Zahnkrone ab, Lockerungen können hervorgerufen werden, Zähne werden teilweise oder vollständig herausgeschlagen.
Ein abgebrochener oder fehlender Schneidezahn beeinträchtigt nicht nur das Aussehen und die Kaufähigkeit, sondern bedeutet auch beträchtliche finanzielle Aufwendungen.
Zahnunfall – was können und müssen wir tun?
- Ruhe bewahren und überlegt handeln
- Bei starker Blutung auf Gaze oder Stofftaschentuch beißen, äußerlich Eiswürfel auflegen
- Je nach Zahnverletzung wie unten angegeben vorgehen
- Möglichst rasch Zahnarzt oder Zahnklinik aufsuchen
Hinweis:
Diese Maßnahmen sind ausschließlich bei den bleibenden Zähnen gültig. Bei Milchzahnunfällen sollte ebenfalls sofort der Zahnarzt oder die Zahnklinik aufgesucht werden, damit Schäden an den Zahnkeimen der bleibenden Zähne im Kiefer vermieden werden können.
Zahnunfall 1: Zahnecke abgebrochen
- Abgebrochenes Stück suchen
- In Zahnrettungsbox (siehe unten) legen. Alternativ: in H-Milch oder Wasser legen
- Zahnarzt oder Zahnklinik aufsuchen. Dort kann das Bruchstück wieder angeklebt werden.
Zahnunfall 2: Zahn ist locker geschlagen
Zahn nicht weiter bewegen , Situation einfach belassen, Zähne vorsichtig zusammenbeißen und sofort Zahnarzt oder Zahnklinik aufsuchen. Dort wird in der korrekten Position geschient.
Zahnunfall 3: Zahn ist komplett ausgeschlagen
- Bei starker Blutung auf Taschentuch oder Ähnliches beißen und gegebenenfalls von außen kühlen.
- Zahn suchen!
- Wenn gefunden: nur an der Krone, NICHT an der Wurzel berühren. Auch wenn er schmutzig sein sollte: nicht säubern oder gar desinfizieren!
- Zahn darf nicht austrocknen: Wenn eine Zahnrettungsbox vorhanden ist, Zahn hineinlegen. Wenn keine Zahnrettungsbox vorhanden ist, in H-Milch oder sterile Kochsalzlösung (Arzt oder Apotheker) legen oder in eine Frischhaltefolie/ Plastikfolie einwickeln, damit er nicht austrocknet.
- Anschließend so schnell wie möglich ( innerhalb der nächsten 30 Minuten) eine Zahnrettungsbox organisieren und Zahn umlagern.
- Zahnarzt oder Zahnklinik aufsuchen. Der Zahn muss vor dem Wiedereinsetzen etwa 30 Minuten in der speziellen Nährflüssigkeit der Zahnrettungsbox verbleiben.
Zahnrettungsboxen sollten in Schulen, Sportstätten, jedem Haushalt mit Kindern und auf jeder Fahrradtour vorhanden sein. Erhältlich sind die Rettungsboxen rezeptfrei in jeder Apotheke.

Herausgeschlagene Milchzähne werden zum Schutz des bleibenden Zahnkeimes nach einem Sturz nicht wieder zurückverpflanzt! Suchen Sie dennoch bitte umgehend Ihren Zahnarzt auf, um eventuelle Verletzungen abzuklären!
Betäubung
Lokale Betäubung „Schlafsaft für den Zahn“
Bei uns sollen die Kinder die Behandlung möglichst schmerzfrei erleben, weshalb meistens eine lokale Betäubung des zu behandelnden Zahnes notwendig ist. Unsere Betäubungsmittel wirken sehr schnell. Die Wirkungsdauer ist jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich. Nach der Behandlung sollte 1 bis 2 Stunden nichts gegessen werden. Die Eltern sollten deshalb darauf achten, dass sich das Kind nach der Behandlung nicht auf die Lippe beisst. Häufig sind Kinder nur bei der ersten Betäubung von dem Taubheitsgefühl so sehr irritiert, dass sie dieses Gefühl mit »es tut weh« umschreiben. Am besten erklären sie ihrem Kind, dass Zähne sowie Lippe jetzt schlafen und diese nach einiger Zeit wieder aufwachen.
Zudem vermeiden wir in unserer Praxis den Begriff „Spritze“. Wir lassen den Zahn einschlafen, und zwar mit einer „Schlafcreme“ (Oberflächenanästhesie), mit einem „Zahneinschlafgerät“ (Spritze) und mit „Traumkugeln“ (Wirkstoff).
Füllungen
Welche Materialien stehen zur Verfügung?
In unserer Praxis stehen zur Versorgung der Milchzähne und der bleibenden Zähne sehr hochwertige Kunststoffe (Komposite), Kompomere und Glasionomerzemente zur Verfügung. Die Zementfüllungen haben eine leicht gelbliche Farbe, sind etwas weicher als Kunststoff und werden von der Gesetzlichen Krankenkasse vollständig bezahlt. Die Kunststofffüllungen sind zahnfarben, besonders glatt und zeichnen sich durch eine hohe Belastbarkeit und Haltbarkeit aus. Die Kosten werden von der Krankenkasse jedoch nur anteilig getragen.
Welche Nebenwirkungen können auftreten? Das Risiko des Auftretens unerwünschter systemischer und lokaler Nebenwirkungen ist bei bestimmungsgemäßer und verarbeitungsgerechter Anwendung von zahnärztlichen Füllungsmaterialien sehr gering, aber, wie bei fast allen Arzneimitteln und Medizinprodukten, nicht völlig auszuschließen.
Kinderkronen
Wenn die Milchzähne schon stark zerstört sind – Kinderkronen beim Kinderzahnarzt
Wenn ein Milchzahn schon sehr weit durch Karies zerstört ist und er mit einer Kunststofffüllung nicht mehr aufgebaut werden kann, können Kinderkronen im Seitenzahnbereich und in Frontzahnbereich eingesetzt werden.
Stahlkronen sind speziell konfektionierte silberne Kronen für die Milchmolaren. Diese Ritter – oder Prinzessinnenkronen erhalten die Kaufunktion, bis an ihrer Stelle die bleibenden Zähne durchbrechen.
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Weiße Kronen geben Ihrem Kind ein strahlend weißes Lächeln. Sie haben die selbe Funktion wie die silbernen Stahlkronen.
Bei den Frontzahnkronen handelt um Kunststoffkäppchen, die an den Zahn mit speziellen Klebeverfahren angebracht werden. Dieses Verfahren kann angewendet werden, wenn noch ausreichend gesunde Zahnhartsubstanz vorhanden ist, denn nur an dieser haftet der Kunststoff.
Gerne zeigen wir Ihnen in unserer Kinderzahnarztpraxis die verschiedenen Therapiemöglichkeiten.


Platzhalter - Kinderprothesen
Wann werden Platzhalter eingesetzt?
Definitiver Zahnersatz zur Schließung von Lücken im Gebiss kann erst angefertigt werden, wenn das Gesichtswachstum abgeschlossen ist. Milchbackenzähne haben jedoch eine wichtige Platzhalterfunktion für die zweiten Zähne. Durch vorzeitigen Verlust eines Milchzahnes wird die Funktion und Entwicklung des gesamten Kauorgans gestört.
Es kann zu Zahnfehlstellungen, Sprachstörungen und psychischen Problemen kommen. Deshalb empfehlen wir in solchen Fällen die Eingliederung eines Platzhalters. Ob ein festsitzender (Privatleistung auch für Kassenpatienten) oder abnehmbarer Platzhalter (wird von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt) zu bevorzugen ist, muss im Einzelfall entschieden werden.
In unserer Kinderzahnarztpraxis zeigen wir Ihnen gerne herausnehmbare und festsitzende Platzhalter für das Milch- und Wechselgebiss.
Festsitzender ästhetischer Platzhalter – die Kinderprothesen
Dieser ersetzt die fehlenden Zähne Ihres Kindes und beugt auch der Vermeidung von Sprachfehlern und / oder Zahnfehlstellungen vor.
Dieser kleine Platzhalter besteht aus den Kunststoffzähnen und einer Kunststoffbasis, die mit einem Drahtbügel an zwei Bändern befestigt ist. Diese Bänder werden um die hinteren Backenzähne gelegt und zementiert, um den Platzhalter an der richtigen Stelle zu halten. Damit diese Zähne kariesfrei bleiben, ist eine gute Mundhygiene Grundvoraussetzung. Zudem sollte die Kinderprothese zwingend zweimal jährlich vom Zahnarzt kontrolliert und ggf. rezementiert werden.
Hypnose
Liebe Eltern,
sicher möchten Sie wissen, was wir mit Entspannungstechniken und der Verwendung hypnotischer Sprachmuster bei Ihrem Kind bewirken können:
Wir erreichen damit, dass wir Ihr Kind von der eigentlichen Behandlung ablenken. Sie haben bestimmt schon gemerkt, dass Kinder nur schwer ansprechbar sind, wenn sie konzentriert spielen oder in ein spannendes Buch vertieft sind. Sie befinden sich in einem tranceähnlichen Zustand. Diese Fähigkeit der Kinder, alles um sich herum vergessen zu können, benutzen wir, indem wir versuchen, die Phantasie der Kinder so sehr zu beschäftigen, dass die Behandlung zur Nebensache wird. Dadurch haben wir ein wirkungsvolles Verfahren zur angst- und schmerzfreien Behandlung unserer kleinen Patienten.
Kinder können ohne Schwierigkeiten zwischen Wach- und Trancezuständen wechseln, aber es fällt ihnen schwer, sich längere Zeit alleine zu konzentrieren. Deshalb helfen wir ihnen, für die Dauer der Behandlung in diesem entspannten Zustand zu bleiben . Es werden Geschichten erzählt, die dazu dienen, die Aufmerksamkeit der Kinder von der Zahnbehandlung fortzuführen. Selbst wenn Sprache und Erzählung manchmal etwas konfus klingen, so geschieht das mit voller Absicht. Diese Technik ist eine wirksame Methode um Ihr Kind in einem angenehmen Trancezustand zu führen.
So können wir erreichen, dass Ihr Kind unsere Praxis mit einem guten Gefühl verlässt und gerne wiederkommt.
Broschüren Download
Kinderpass
Liebe Eltern,
gesunde Zähne sind kein Zufall. Bereits in den ersten Lebensjahren werden die Weichen für lebenslang gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch gestellt.
Durch die Bemühungen von uns Zahnärzten – hier insbesondere den Zahnärzten mit Schwerpunkt Kinderzahnheilkunde – ist es uns gelungen, die Anzahl der kariösen Zähne im Kindermund immer mehr zu reduzieren. Allerdings vereinen zum jetzigen Zeitpunkt circa 20 Prozent der Kinder 80 Prozent der Karies auf sich.
Dies zeigt uns, dass unsere Aufklärungsarbeit weiter gehen muss.
Ein wichtiges Hilfsmittel bei der Gesunderhaltung der Kinderzähne stellt der „Zahnärztliche Kinderpass“ dar, der von der bayerischen Landeszahnärztekammer herausgegeben wird und allen Zahnärzten kostenlos zur Verfügung steht.
Sobald ihr Zahnarzt von Ihrer Schwangerschaft Kenntnis hat, sollte er Ihnen solch einen Kinderpass aushändigen und zugleich Ihre Untersuchung dokumentieren, da der Kinderpass bereits mit zwei Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft beginnt. Hieran schliessen sich nahtlos die Vorsorgeuntersuchungen des heranwachsenden Kindes ab dem ersten Zähnchen an.
Sicherlich sind diese Untersuchungen nicht verpflichtend, sie stellen jedoch einen sehr guten Leitfaden zur Mundgesundheitserziehung ihres Kindes dar und der Kinderpass dient als wichtiges Dokument.
Für weitere Informationen wenden Sie sich doch an Ihren Zahnarzt oder gerne auch an mich.
Kiddi´s World – die Seite ganz für die Kleinen!
Ladet Euch den Lutschkalender ´runter und Ihr dürft jeden Tag eine Sonne ausschneiden und aufkleben – wenn die Finger nicht im Mund waren!




